Saftig grüne Felder, Wiesen, von Bäumen gesäumte Alleen, fliegen an mir vorbei. Störche versammeln sich und lassen mich beachtungslos passieren. In der Ferne steht ein Schäferhund auf dem Felde und beäugt den stolzen Storch. Die Landstraßen schlängeln sich entlang der unzähligen Seen, die die Stille um mich herum widerspiegeln. Kurvige Strecken durchziehen den Böhmischen Wald. Laster, oft mit Holz beladen, Autos mit gemäßigtem Tempo, passieren. Dörfer scheinen geordnet. Neue Häuser sind erbaut. Wenige Alte liegen brach und meine Vorstellung von alten Autos und renovierungsbedürftigen Wohnhäusern wird nur selten erfüllt. Tschechen scheinen begründet nicht als Osteuropäer bezeichnet zu werden, so spricht das Vorurteil in mir. Das Land hat seinen Wandel schon lange hinter sich gebracht. Nur die Alten scheinen der Moderne mit ihrer Skepsis nicht hinterher zu kommen.

 

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